Neurodermitis
Therapie - Behandlung
Seit über 20 Jahren arbeite ich bei Erkrankungen wie Neurodermitis,
Psoriasis, M. Bechterew, M. Crohn, colitis ulcerosa, vegetativ funktionellen
Beschwerden, koronare Herzkrankheit (Zustand nach Herzinfarkt),
larvierte Depression als auch multipler Sklerose (MS) nach folgendem
Konzept.
Ich würde mich sehr freuen, auch Ihnen mit meiner langen Erfahrung
im Bereich Neurodermitis, therapeutisch Helfen zu dürfen.
Therapie und Behandlung - Dr.
Bernd Frederich
Gesund ist, bzw. bleibt, wer sich - angemessen - abzugrenzen,
bzw. durchzusetzen weiß.
Früher hatten wir Ärzte es vorwiegend mit Infektionskrankheiten
zu tun (Tuberkulose, Cholera; Pest, Typhus usw.). Heute beschäftigen
uns vor allem Beziehungskrankheiten. (Eine unzweckmäßige, d.h. angstbesetzte
Beziehung, sei es mit sich selber, sei es der Menschen unter/miteinander,
kann genauso krank machen, wie Bakterien, Viren etc.)
Ich gehe strikt davon aus, dass ein jeder Mensch bei seiner Geburt
über sämtliche Anlagen zu allen Fähigkeiten, zu allen Gefühlen und
zu allem Denken, was später für ein erfolgreiches Leben notwendig
ist, verfügt. Diese Anlagen aber können nur dann zum Wachsen, Blühen
und Gedeihen kommen, wenn ein entsprechendes Elternhaus dies möglich
macht.
Ohne den Eltern einen Vorwurf machen zu wollen, denn sie hatten
ja auch Eltern, verlässt wohl kaum ein Mensch sein Elternhaus ins
Erwachsenenleben hinein, ohne nicht eine Einschränkung, sei es im
Verhalten, sei es im Fühlen, sei es im Denken (Emotion, Kognition,
Verhalten), verinnerlicht haben zu müssen. Kommt nun eine Aufgabe
auf einen Menschen zu, die genau dasjenige Werkzeug erfordert, welches
einem einst in der Kindheit verboten worden war, gerät dieses Individuum
in eine Ohnmachtsituation, Hilflosigkeit, welches sie entweder mit
Feindseligkeit nach außen (das sog. Böse) und/oder aber als Feindseligkeit
gegen sich selber, gleich Krankheit zu richten vermag: Die Fähigkeit
zum Handeln, bzw. zum Lieben (Partnerschaftsfähigkeit/ Teamfähigkeit)
ist dann eingeschränkt.
Prof. Mihaly Csikszentmihalyi ("Das Flow-Erlebnis", "Lebe gut")
fand heraus, dass wir Menschen dann am glücklichsten sind, wenn
wir nicht nachzudenken brauchen. Mit anderen Worten, wenn wir in
einem Tun so versunken sind, "dass man die Umwelt um uns herum wegtragen
könnte, ohne dass wir es bemerkten". Er nennt dies das Flow-Erlebnis,
in Deutsch: ein Trance-, bzw. meditativer Zustand. So lange wir
Menschen über all die Werkzeuge verfügen, die notwendig sind, um
die alltäglich anstehenden Probleme gelungen lösen zu können, ist
ein anhaltendes Nachdenken, G r ü b e l n, nicht erforderlich. (Den
größten Teil unseres Alltages sollten wir mehr oder weniger automatisch,
bzw. unbewusst bewältigen können).
Aber immer dann, wenn uns ein Werkzeug fehlt, um das vor uns liegende
Problem zu lösen, sind wir gezwungen, anhaltend nachdenken zu müssen.
Und sofort geraten wir in eine Daueranspannung (Dis-Stress), die
dann unser Organismus im Zusammenhang mit ungünstigen Erbfaktoren,
zufällig anwesenden Bakterien/Viren, usw. in eine Erkrankung umsetzt.
Nobelpreisträger I. Prigogine fand heraus, dass ein organisches
System, sei es eine Pflanze, sei es ein Tier, sei es ein Mensch,
über die Zeit nur dann zu überleben vermag, wenn sich Anspannung
und Entspannung ständig abwechseln: Ein biologisches System muss
schwingen.
Die Einschränkungen, bzw. die Verbote im Handeln und Fühlen sind
einem Menschen einst in der Kindheit über Angstmachen implementiert
worden, und diese Ängste finden wir nach Le Doux in den Mandelkernen
im Hypothalamus. (Natürlich gibt es auch hoch angstbesetzte Ereignisse
im Erwachsenenleben, die ihre unlöschbaren Spuren in den Amygdala
hinterlassen und uns Menschen aus dem Unterbewussten heraus steuern).
U.a. nach M. Spitzer, ein ausgewiesener Psychiater und Neurobiologe
in Ulm, sind neue synaptische Verschaltungen im Gehirn nur dann
zu erzielen, wenn die betreffende Person sich ein neues Verhalten
traut, d.h. in Handlung geht: Reden allein bringt keine Veränderung
im Gehirn! : Ein Patient von Herrn Spitzer lernte mit 60 Jahren
noch Geige zu spielen. Dabei konnte man durch fMRT Untersuchungen
des Gehirns sehen, wie die Fläche, die im linken Parietallappen
für die Steuerung der Hände zuständig ist, größer wurde.
Insofern muss die Therapie darauf abzielen:
1. dem Patienten seine, ihm verinnerlichten und in den Mandelkernen
liegenden Ängste bewusst zu machen (über "gelungene" Abwehrstrategien
hat er diese bisher im Unterbewussten verdrängt gehalten. Z.B. jemand,
der in seiner Kindheit zu verinnerlichen hatte, nur keine Fehler
zu machen, wird als Abwehr den Hang zur Perfektion einsetzen).
2. ist dem Patienten Mut zu machen, jetzt genau dasjenige zu wagen,
was ihm bisher verboten war. Also, dass er z.B. jetzt Fehler machen
darf, bzw. andere enttäuschen darf, bzw. auch einmal schuldig sein
darf.
Nur ein permanentes Üben, begleitet von emotional positiven Bildern
(siehe J. U. Martens und J. Kuhl "Die Kunst der Selbstmotivierung"),
bringt neue synaptische Schaltungen, die dann eines Tages die alten,
angstbesetzten neuronalen Pfade in den Hintergrund drängen. Diese
neuen Schaltungen bewirken dann "einen vollen Werkzeugkoffer an
Lebensbewältigungsstrategien", was es dem Individuum jetzt ermöglicht,
alle alltäglich anfallenden Probleme zu lösen. Es gibt kein Grübeln
mehr, und somit keine anhaltende Anspannung, und somit keine Symptombildung,
keine psychologisch mitbedingte Erkrankung.
Diese Sehweise sei nun dargestellt am Beispiel eines Neurodermitikers.
Frau Chr. Rau fand in ihrer psychologischen Diplomarbeit im Jahre
2000 heraus, dass Neurodermitiker zu viel Verantwortung tragen (dies
als Ergebnis der Inkonsequenten Erziehung durch die Mutter). Wenn
man einer Familie mit einem neurodermitischen Kleinkind Mut macht,
endlich konsequent und einheitlich zu erziehen, so bildet sich auch
sukzessive die Neurodermitis bei dem Kleinen zurück).
Durch die inkonsequente Erziehung lernt das Kind nicht zu verlieren,
denn es hat ja immer wieder die Erfahrung gemacht: Letzt endlich
bekomme ich meinen Willen! Zu einem erfolgreichen Leben gehört aber
auch unabdingbar die Fähigkeit, mal nachgeben, sich fügen, verlieren
zu können!. (Lufthansa Kapitän Jürgen Schumann verlor anlässlich
der Entführung seiner Maschine nach Mogadischu (1977) sein Leben
dadurch, dass er permanent opponierte und dem Chef Hijacker Mahmud
stets zu verstehen gab: "Wenn ich Dich bei der kleinsten Unachtsamkeit
erwische, werde ich Dich überwältigen!"). Als Abwehr setzen dann
die ND Patienten die Strategie des reflexartigen Widerspruchs ein-
sei es im Reden, sei es im Verhalten: Sie müssen immer das letzte
Wort, die letzte Entscheidung haben - sie können ja nicht verlieren.
Und sind sie nun situationsbedingt doch einmal gezwungen, verlieren
zu müssen, setzt aber auch sofort der Juckreiz mit konsequenter
Zerstörung der Haut durch vehementes Kratzen ein.
Ein ND Patient hat demnach einmal zu lernen, einvernehmlich, angstfrei
nachgeben, verlieren zu können, andererseits aber auch zu lernen
f ü r etwas zu sein, eigene Interessen verfolgen zu können, d.h.
sich abgrenzen zu lernen.
Im Wesentlichen beziehe ich mich auf die Bücher von Herrn Joachim
Bauer "Das Gedächtnis des Körpers", Serie Piper Nr. 4179, als auch
"Warum ich fühle, was du fühlst", Serie Piper; und Klaus Dörner
"Der gute Arzt", Schattauer Verlag, als auch das Buch des Nobelpreisträgers
Bernard Lown "Die verlorene Kunst des Heilens", Schattauer Verlag).
Dr. Bernd Frederich
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